Dienstag, 7. April 2015

Die Beringerschen Lügensteine



Die Beringerschen Lügensteine, auch bekannt unter dem Namen "Würzburger Lügensteine" sind eine aufgeklärte Fälschung aus dem 18. Jahrhundert.


Der Würzburger Professor Johann Bartholomäus Adam Beringer erhielt 1725 von drei Jugendlichen mehrere Versteinerungen aus Kalkstein. Obwohl er zunächst misstrauisch war, überzeugten ihn eigene Pfunde schließlich doch davon, dass die Kalksteine echt wären.


Beringer veröffentlichte 1726 ein aufwendiges Buch, die "Lithographiae Wirceburgensis: specimen primum". Dieses Buch enthielt detailgenaue Kupferstiche, Vergleiche mit echten Fossilien, eine Beschreibung der Fundstelle und Erörterungen über mögliche Entstehungen.

Erst sechs Jahre später, kurz bevor er sein zweites Buch veröffentlichen wollte, erkannte Beringer den Betrug aufgrund eines Steines, der seinen Namen trug.

Er zerstörte einen Großteil der Sammlung und kaufte viele Bücher zurück.


Die übrig gebliebenen Steine sind heute wertvolle Sammelstücke, von denen sogar selbst Fälschungen angefertigt wurden. Der Restbestand der Bücher wurde von der Leipziger Bibliothek aufgekauft.




Quellen: Quittung von Eduard Mörike (07.04.2015 16:00)
               Würzburger Lügensteine bei Wikipedia (07.04.2015 16:00)
               Würzburger Lügensteine bei Würzburgwiki (07.04.2015 16:00)


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