Dienstag, 7. April 2015

#Hitlerfake

#Hitlerfake - wurden wir alle belogen!?


Was ist geschehen?

Die Ausgabe 18/83 des "Stern" war ausnahmsweise vorgezogen worden: Das Heft mit dem Titel "Hitlers Tagebücher entdeckt" erschien statt wie gewohnt an einem Donnerstag bereits am Montag, dem 25. April 1983. Am Freitag zuvor, dem 22. April 1983, hatte der Stern die Meldung verbreitet, er sei im Besitz von 60 Bänden Tagebüchern Adolf Hitlers. Einige Kladden präsentierte man auf einer Pressekonferenz in Hamburg am Vormittag des 25. April. Erste Auszüge wurden in Heft 18/83 gedruckt. Schon auf der Pressekonferenz äußerten Experten aber Zweifel an der Echtheit der "Tagebücher".
Wie wurde es entlarvt?
Bereits am Morgen des Montag, 2. Mai, laufen die übereinstimmenden Urteile aller drei beteiligten Behörden ein: Bei den Tagebüchern handelt es sich um eine plumpe Fälschung. Die Schrift ist den wenigen bekannten Schriftzeugnissen Hitlers zwar gut nachgeahmt. Die Einbände, Heftfäden, Papiere und Tinten können zum großen Teil aber nicht aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs stammen. Und inhaltlich sind die Einträge voller historischer und chronologischer Fehler. Reflexionen, Emotionen, Überlegungen zu Handlungsmotiven oder Spezialkenntnisse, wie sie in einem belebten Tagebuch zu erwarten sind, sucht man vergeblich. Stattdessen reihen sich banale Aussagen über längst bekannte Ereignisse im Zeitungsstil aneinander.
Das Bundesministerium des Innern (BMI) und die Justitiare des Stern werden noch am 2. Mai über das Ergebnis informiert. Dem Wunsch des Stern, noch weitere vier Bände einer Prüfung zu unterziehen, möchte sich das Bundesarchiv nicht widersetzen. Am 4. und 5. Mai prüfen insgesamt sechs Archivare die neu eingetroffenen Kladden und stellen fest, dass für die meisten Bände die Edition „Hitler. Reden und Proklamationen“ von Max Domarus als Vorlage verwendet wurde: Wo Domarus Versehen unterlaufen waren, weisen auch die Tagebücher Fehler auf, wo Domarus Lücken hat, schweigen auch die Tagebücher.
Weiter könnt ihr hier lesen!
Quellen:
https://www.bundesarchiv.de/oeffentlichkeitsarbeit/bilder_dokumente/03454/index.html.de

Der verwendete Text ist ein Zitat vom Bundesarchiv, welche von uns in satirischer Form abgewandelt wurde.

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